Armenien Tag 9

Der neunte Tag begann mit einer Fahrt nach Oschakan bzw zum Grab von Mesrop Mashtoz, Entwickler des armenischen Alphabetes sowie Namensgeber der Schule, auf die unsere Gastschüler gehen.
Dort erkundeten wir die gegenwärtige Kirche, in der das Grab ist, sowie ein Denkmal. Neben der Kirche ist eine Schule, in der die Kinder auch Kunstwerke, wie Malereien, Holzschnitzereien, und vieles mehr herstellen, was zum Verkauf steht und zur Erhaltung der Schule und einer Stiftung steht. Diese Kunstwerke sind in einem “Museum” ausgestellt
Als wir das Gebäude wieder verließen, war plötzlich eine Gottesanbeterin an der Tür, und wir waren erstmal ein bisschen geschockt. Nachdem jeder ein Bild gemacht hatte, ging es für uns weiter in ein Restaurant, Ashtaraki Dzor. Dort angekommen sahen wir erst ein riesiges Gebäude, welches aussah wie ein Hotel, und gingen hinein, doch war niemand dort. Das Licht brannte, der Fernseher lief, aber keine Menschenseele zu finden. Wir durchsuchten das Gebäude (was wirklich gruselig war, da es sich anfühlte wie in einem Horrorfilm), fanden nur leere Räume und einen Kühlschrank voll Vodka und Wein, gingen verängstigt wieder raus, und derweil hatten die Anderen schon das restliche Gelände erkundet, wo man auch tatsächlich Menschen antraf! Unglaublich.
Das Restaurant hat, abgesehen vom Gruselhaus, ein wunderschönes Ambiente zu bieten, mit einem riesigen Garten, in dem Holzpavillons stehen, wo man essen kann, sowie ein paar Tiergehege und ein Spielplatz für Kinder.
Nachdem wir uns ordentlich gestärkt hatten, hielten wir Ausschau nach einem eher unerwarteten Tier. Frau Dreisow meinte, das Lokal hätte auch einen Bären, und nach nicht allzu langer Suche, fanden wir ihn. Oder eher sie. Es waren nämlich drei ausgewachsene syrische Braunbären, in einem, wie wir fanden, viel zu kleinen Gehege. Es brach mir wirklich das Herz die Tiere dort eingesperrt zu sehen.
Eher schwermütig verließen wir wieder den Garten, gingen am Gruselhaus vorbei und fuhren wieder nach Jerewan.
Abends trafen wir uns, gingen in die Oper und sahen dort ein Sinfonieorchester, welches Stücke von Bach, Tschaikowsky und ähnlich bekannten Musikern spielte. Das Highlight des Abends war aber der Solo-Cellist, welcher scheinbar eins mit seinem Cello war. Er spielte alle Lieder bis auf die Zugabe ohne Noten und war wie hypnotisiert, wenn er spielte. Man sah ihm die Leidenschaft quasi an.
Beeindruckt von dieser grandiosen Musik, gingen wir wieder nach Hause und waren traurig, da der vorletzte Tag zu Ende ging.

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