Armenien Tag 2

Der zweite Tag des Austauschs begann neun Uhr in der Schule, Unterricht. Einige von uns hatten Mathe, was auf armenisch noch unverständlicher ist auf deutsch sowieso schon.., andere saßen in Deutsch oder Biologie.
Nachdem die 80 Minuten überstanden waren, machten wir uns auf den Weg zum Kloster Chor Virat, welches nur 40km von der türkischen Grenze entfernt liegt, wodurch man einen unglaublichen Blick auf den Berg Ararat hat, welcher der höchste Berg in der Türkei ist. Wir erkundeten das Gelände bei 35°C im Schatten mühselig, aber interessiert. Das wohl interessanteste am ganzen Kloster ist die St. Georg Kappelle mit einem unbeleuchteten Verlies, in dem Gregor der Erleuchter (welch Ironie..), Heiliger der armenisch apostolischen Kirche, der Legende nach 13 Jahre überlebt haben soll. Der Abstieg in das Verlies war dunkel, steil und anstrengend, doch unten angekommen, waren wir begeistert und hatten ein bisschen Angst, da Dunkelheit und Vorgeschichte des Verlies eine fragwürdige Mischung sind.
Wieder oben angekommen, trafen wir auf den gegenwärtigen Priester, welcher meinte, es wäre für ihn eine Ehre, uns segnen zu dürfen, auch, wenn der Großteil der deutschen Schüler Atheisten seien. So hörten wir das armenische Vaterunser und wurden in einer bedeutenden Kirche gesegnet.
Danach fuhren wir wieder in die Innenstadt Jerewans. Wir suchten uns ein Restaurant um uns zu stärken und aßen typisch gregorianische “Chatschapuri” – Hefeteig mit Käse überbacken. Unglaublich köstlich!
Gegen 16 Uhr fuhren wir erst einmal wieder in unsere Gastfamilien und es hieß ausruhen, bis wir uns dann 19 Uhr wieder am Platz der Republik trafen, um uns in einer Bar zusammen zu setzen und ein bisschen zu quatschen. Alkohol ist dabei nicht erlaubt – es ist in Armenien nicht gern gesehen, wenn Frauen Alkohol trinken, und das noch weniger abends. Aber das hinderte uns natürlich nicht daran einen schönen Abend zu haben!
Zwei Stunden später gingen wir wieder, jedoch sah ich noch die beeindruckenden Wasserspiele am Platz der Republik, welche man wirklich gesehen haben muss.
Erschöpft ging auch der nächste Tag zu Ende.

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