Tag 4

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen unserer Partnerschule. Und wir hatten Glück – hier wurde nicht gestreikt! Dass diese Schule ganz anders ist als unsere wussten wir vorher, aber dann direkt zu sehen, wie es ist, einen Kuhstall auf dem Schulgelände zu haben, ist dann doch etwas anderes. Aber der Reihe nach:

Der Morgen begann wieder mit einer Vorstellungsrunde, aber diesmal stellten sich die jeweiligen „Direktoren“ der Highschool, des Internats und der Farm vor. Eshel Hanasi ist ja wie ein kleines Dorf. Insgesamt hat die Schule 300 Mitarbeiter, davon sind „nur“ 120 Lehrer. Ansonsten sind dort Busfahrer, Gärtner, Sozialarbeiter, Sekretärinnen und 15 (!) Küchenmitarbeiter beschäftigt. Insgesamt lernen ca. 1300 Schüler ab Klasse 7 in Eshel Hanasi; und die Bildung ist wahrhaftig nicht nur theoretisch. Da ist die besagte Farm. Es gibt Kühe, Schafe, Hühner, sogar eine eigene Fischzucht. Außerdem werden diverse Obst- und Gemüsesorten angebaut. Die Tomaten aus Eshel Hanasi sind – natürlich – die besten der Welt! In der Beziehung konnten wir lässig mit unserem Weinberg kontern, denn – wie jeder weiß – ist der Edelacker auch der beste Tropfen der Welt!

Wir haben uns alles genau angeschaut, und auch das eine oder andere Schaf gestreichelt. Es folgten Diskussionen in kleinen Runden zum Besuch in Yad Vashem und zum allgemeinen Schulbetrieb. Zur Freude der Lehrer tauchten plötzlich die Schüler des letzten Austausches auf – eine schöne Überraschung. Wir sollen alle in Laucha lieb grüßen!

Anschließend besuchten wir noch 2 Bürgermeister in der Umgebung, die uns neben Informationen zur Region auch allerlei Naschwerk verabreichten, so dass einige Mädels dann um 14:30 Uhr das leckere Mittagessen in Eshel Hanasi verweigerten.

Anschließend ging es ins schuleigene Radiostudio. Nach anfänglichem Zögern wurden die Zungen dann aber locker und es entstand eine Radiosendung, die morgen (hoffentlich geschnitten) gesendet wird.

Der wieder sehr lange Tag wurde mit einem Bowling-Abend beschlossen. So macht Schule Spaß!

 

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