Musik verbindet

In den vergangenen Wochen ließ uns der Krieg in der Ukraine nicht los und wir waren als Schüler- und Lehrerschaft darin bestrebt, so viel wie möglich Gutes zu tun.

Nachdem der Spendenaufruf durch Clara Lange und unseren Lehrerinnen Stella Pfeifer und Dolores Pfeifer mit viel Liebe übersäht wurde, wurde der Drang zu helfen und sich über die aktuellen Umstände zu äußern und auszutauschen auch in anderen Kursen, Klassen und bei einzelnen Schülern und Schülerinnen immer größer.

Emily Tautenhahn aus der Klassenstufe 11 sowie Philip Horst aus der 9c, haben versucht, sich auf eine künstlerische Art und Weise auszudrücken und zu verdeutlichen, was dieser Krieg in ihnen selbst und vielen anderen Menschen auslöst. Amelie Szymanek aus der 11. Klasse hat eine Playlist zusammengestellt, mit Liedern, die ihr und allen anderen Kraft und Mut schenken sollen, diese Zeit so erträglich wie möglich zu machen. Die Playlist finden Sie hier. Jasmin Berbig aus der 7c schrieb einen Text und ließ uns an ihren Gedanken teilhaben, darüber, wie sich das Wissen über einen Krieg in Europa auf unsere eigenen Privatleben auswirkt. Unser Sportlehrer, Herr Härtel, ist gerade dabei, einen Spendenlauf eigens zum Zwecke des Krieges und des Leidens der Ukraine zu planen und anschließend zu veranstalten.

Einige Schüler und Schülerinnen der 12. Klasse haben vor zwei Wochen ebenfalls unter einem Anliegen von unserer Deutsch- und Musiklehrerin Frau Große ein Video aufgenommen, in welchem das Lied „Freude schöner Götterfunken“ gesungen wurde. Der Anlass war hierbei Herr Pankiw, welcher hauptsächlich an der Musikschule in Naumburg als Trompetenlehrer tätig ist. Herr Pankiw ist Ukrainer und hat dort vor kurzem sehr viel verloren. Er hat außerdem eine große Bedeutung für unsere Schule, da er auch hier in den vergangenen Jahren musikalisch tätig werden konnte. Beispielsweise war Herr Pankiw sogar bei der Einweihung und Eröffnung unseres Gymnasiums anwesend und konnte diese mit seiner Trompete klanglich untermalen. Heute findet man ihn nahezu täglich mit seinen Schülern auf dem Naumburger Marktplatz oder am Naumburger Lindenring stehen und Spenden sammeln, für seine Freunde, Krankenhäuser und Einrichtungen, die viel Schaden durch den Krieg erleiden mussten.

 

(Laura Franke 12b)

 

 

Ich denke, dass es viele Leute gibt, die das, was in der Ukraine mit den Menschen passiert, gar nicht wirklich verstehen. Sie wissen, dass es passiert, und finden es schlimm, machen sich aber nicht wirklich Gedanken darüber. Wir haben alle privat Probleme, die einen mehr, die anderen weniger. Wegen dieser Dinge hat man nicht wirklich viel Zeit, um über die Probleme woanders nachzudenken, da es für uns nicht gegenwärtig ist, sondern, nach unserem Empfinden, weit weg ist. Doch die Personen, die in der Ukraine sind und für ihr Land kämpfen, oder auch die, die flüchten und nicht wissen, was mit ihren Familien passiert, für diese Leute ist all dies gegenwärtig. Sie müssen ihr Leben und somit auch ihre eigenen Nöte zurücklassen, denn sie haben nur noch ein Problem: den Krieg. Auch die Menschen, die bei uns leben und gerade alles versuchen, um ihre Familie aus der Ukraine hierher zu holen, trifft all dies hart.

Ich bin aber auch der Meinung, dass all dies für uns relativ normal ist. Wir gehen in die Schule und denken nicht über den Krieg nach, wir sehen gelegentlich Nachrichten, vor und nach der Schule, sonst sind wir mit unserem eigenen Leben beschäftigt. Ich denke, dass das Thema Krieg in der Schule mehr angesprochen werden sollte, da viele nicht begreifen, was da genau passiert, oder gar Witze darüber machen. Ich finde es auch nicht gut, dass sich so viele Menschen über steigende Preise etc. aufregen, natürlich ist es nicht schön und manche können es sich nicht leisten, dann sollte man sich aber untereinander helfen. Denn das sind die Auswirkungen des Krieges außerhalb der Ukraine, und wir sollten froh sein, dass wir nicht dort um unser Leben kämpfen müssen.

 

(Jasmin Berbig 7b)

 

 

(Philip Horst 9c)

 

Wir bedanken uns bei allen, die darin bestrebt sind, so gut wie möglich zu helfen, für jede Spende, jeden Text, jedes Bild und jede Idee. Vor allem bedanken wir uns für alle diejenigen, die und an ihren Gefühlen und Gedanken zu den aktuellen Vorkommnissen teilhaben lassen und uns damit zeigen, dass wir niemals allein sind.