Tag 3

 

Erinnern, Gedenken, Nachdenken …

unter diesen Schlagworten lässt sich der heutige ernste, interessante und wieder ereignisreiche Tag zusammenfassen. Begonnen hat er auf dem Herzl Mountain in Jerusalem. Benannt wurde der Berg nach Theodor Herzl, dem zentralen Vordenker eines modernen jüdischen Staates. Dessen Grab bildet die Spitze dieses Berges und symbolisiert die tatsächliche Staatsgründung, die Herzl selbst nicht erlebte. Bergab kommt man an Gräbern israelischer Ministerpräsidenten und unzähligen Soldatengräbern vorbei. Am Fuße des Berges befindet sich der symbolische Tiefpunkt der Geschichte des jüdischen Volkes – die Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem. Man kann die Eindrücke, die man dort gewinnt kaum in wenigen Worten zusammenfassen. Das Beeindruckende ist zweifelsohne, dass man dort versucht, den unzähligen Opfern einen Namen, ein Gesicht und eine Biografie zurück zu geben.

Es schloss sich ein Besuch der Jerusalemer Altstadt an. Am Tempelberg lebt man Geschichte. Heiligtümer der 3 größten Weltreligionen sind hier auf engstem Raum vereint und doch manchmal weit voneinander entfernt. Oder wie unser Guide sich ausdrückte: “This is a religious vulcano”. Er beklagte, dass man in den Nachrichten selten davon erfährt, dass man sich – bei allen Problemen – meistens mit gegenseitigem Respekt begegnet. Respekt ist auch das dominante Gefühl wenn man vor der Klagemauer steht, diesem jahrtausendealtem Zeugnis der menschlichen Geschichte. Der morgige Tag in Eshel Hanasi wird ganz im Zeichen des heute Erlebten stehen.

 

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