Jüdisches Leben in Erfurt – Nr. 10

Bereits seit zehn Jahren besuchen die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts die sehenswerten Stätten jüdischen Lebens in Erfurt. Die Alte Synagoge mit ihren außergewöhnlichen mittelalterlichen Schätzen der Goldschmiedekunst, Kalligrafien, dem Erfurter Judeneid, Torarollen und architektonischen Besonderheiten bietet unseren Schülern die Möglichkeit viel zu entdecken. Dabei sind i-Pod und ein museumspädagogisch erarbeiteter Fragebogen behilflich, spielerisch die Besonderheiten mittelalterlichen Lebens im jüdischen Stadtviertel zu entdecken. Die kleine Synagoge bietet uns die Gelegenheit, Gemeinde- und Kulturleben in Erfurt im Sinn der Völker- und Religionsverständigung zu erleben. Der dritte Höhepunkt der Exkursion, die mittelalterliche Mikwe, interessierte unsere Schüler besonders. Was ist ein rituelles Tauchbad? Wo kommt „lebendes Wasser” her? Wann sind rituelle Waschungen notwendig und wie wurden sie praktiziert? Fragen über Fragen, die uns die kompetenten Fachleute während der Führungen gern beantworteten.

Liebe Schüler, vielen Dank für eure Neugier, von der auch wir Lehrer profitieren konnten! Wir haben gespürt, dass euch die Exkursion Freude bereitet hat.

Wir wünschen der Stadt Erfurt auf dem Weg zum UNESCO- Weltkulturerbe für die Orte jüdischen Lebens alles Gute. Wir sind auf jeden Fall für diese Würdigung.

Birgit Stange (Fotos) und A. Hoffmann (Text)

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