Bericht zum Besuch der israelischen Schülerdelegation

14.03.2014 – Fahrt nach Weimar

Heute fuhren wir von Freyburg mit dem Zug nach Weimar, wo wir bereits von Frau Kilian und den restlichen Austauschschülern erwartet wurden. Dann besichtigten wir die Gedenkstätte Buchenwald und waren entsetzt von uns übermittelten historischen Ereignissen und Bedingungen. Um an die schlimme Zeit zu gedenken, hielten unsere Gäste am Massengrab der israelischen Opfer des Holocausts eine Zeremonie ab, was uns alle sehr berührte.

Danach besuchten wir eine Art Musikschule, die sich mit hebräischer Kultur auseinandersetzt und in diesem Sommer ein Festival, ‘Jewish Summer’, plant. Daraufhin konnten wir unseren Gästen Weimar näher bringen und haben die Frühlingssonne in einem Eiscafé genossen.

Abends wurden für uns Billiardtische gebucht und wir spielten alle gemeinsam Billiard. Die Nacht verbrachten wir in einer Jugendherberge in Weimar. – Ein lehrreicher und doch schöner Tag!

 

15.03.2014

Nach dem Frühstück in der Jugendherberge ging unsere Tour weiter. Wir fuhren mit dem Zug nach Jena und selbst der Regen verdarb uns die Laune nicht – die Imaginata in Jena wartete auf uns! Die Schüler und selbst die Lehrer hatten Spaß an physikalischen Experimenten und stellten ihr Wissen unter Beweis. Nachdem sich die Sonne wieder blicken lassen hat, wurde uns ein Einblick in die Universität in Jena, aber auch in die Innenstadt gegeben. Danach fuhren wir alle mit unseren Gästen zurück nach Freyburg und abends trafen wir uns alle bei Maria und verbrachten auch die Nacht dort.

 

16.03.2014

Den Sonntag verbrachte jeder individuell. Nach dem gemeinsamen Frühstück bei Maria, fuhren alle vorerst nach Hause. Einige besichtigten die Natur und reisten bis in den Harz, andere besuchten ein Basketballspiel. Wir besichtigten Schloss Neuenburg und ich zeigte meiner Austauschpartnerin Freyburg. Unsere Eltern planten spontan einen Bowlingabend und wir Mädchen machten uns in Naumburg mit unseren Eltern und Gastschülern einen schönen Abend.

 

17.03.2014

Montagmorgen trafen wir uns erneut in der Schule und fuhren dann gemeinsam nach Karsdorf zu Lafarge. Dort hatten wir eine Führung und uns wurde der Weg des Zements vom Gestein bis zur fertigen Tüte gezeigt. Von dort aus ging unser Weg zu Jana Grandi, die im letzten Jahr Israel und Eshel Hanasi besuchte, nach Freyburg ins Rathaus, wo wir herzlich begrüßt wurden. Wir verbrachten die Mittagszeit dort und uns wurden Häppchen und Getränke serviert. Daraufhin gingen wir durch die Altstadt Freyburgs bis zur Sektkellerei ‘Rotkäppchen’, wo wir durch die alten Sektkeller geführt wurden und am Ende eine Kostprobe des Sektes bekamen.

Am Abend wurden wir im Foyer unserer Schule von zahlreichen Bürgermeistern, Lehrern und Eltern empfangen. Dabei schauten wir uns gemeinsam die Bilder der letzten Woche an und erinnerten uns an die schöne Zeit zurück. Dankesreden von Dr. Setzer, aber auch vom Schulleiter unserer Austauschschule, sowie von Frau Kilian oder Frau Lev prägten den Abend. Es war ein schöner gemeinsamer Abend mit vielen Erinnerungen.

Am späten Abend ging es ans Kofferpacken, denn der letzte Tag stand bevor.

 

18.03.2014

Heute trafen wir uns sehr zeitig am Bahnhof in Naumburg, denn unser Zug nach Berlin stand schon bereit. Noch vormittags kamen wir in Berlin an und stellten unser Gepäck im Hostel unter. Nun begaben wir uns auf den Weg ins jüdische Museum und besichtigten dabei den Checkpoint Charlie, Teile der alten Berliner Mauer und andere Orte in Berlin. Im jüdischen Museum zeigten wir Deutschen großes Interesse, da wir wegen unseres Besuches in Israel im letzten Jahr schon viel erfahren haben. Doch dort erfuhren wir noch mehr über jüdische Kultur, Geschichte, Holocaust. Es war sehr interessant, doch die Zeit war zu knapp, um das ganze Museum zu besichtigen – leider.

Nach einer Shoppingtour am Potsdamer Platz führte uns Frau Lev zum Brandenburger Tor und wir machten viele Erinnerungsfotos. Auch der Reichstag wurde uns gezeigt. Den späteren Abend verbrachten wir dann in der Lobby des Hostels und bemerkten schon jetzt, dass die Zeit langsam vorüber ist.

 

19.03.2014

Wir mussten sehr zeitig aufstehen, damit wir uns noch von unseren Gästen verabschieden konnten. Mit gepackten Koffern begaben wir uns in Richtung Taxi, das schon lange wartete. Nun wurde es ernst – der Abschied. Voller Tränen und schönen Erinnerungen verabschiedeten wir uns von unseren israelischen Gästen und hoffen auf ein Wiedersehen. Auf dem Rückweg von Berlin erinnerten wir uns an die schöne gemeinsame Zeit in Israel und in Deutschland und hoffen auf ein Wiedersehen in der Zukunft. Voller Erfahrungen, neuer Freundschaften und neuem Wissen über fremde Völker gehen wir aus diesem schönen Austausch heraus und empfehlen jedem, an diesem Austausch teilzunehmen und neue fremde Länder und Kulturen zu entdecken, ohne Vorurteile. Denn dieses Land ist voller netter Leute, die durch ihr offenes Herz Fremden gegenüber einen sehr positiven Eindruck bei uns  hinterließen.

Wir werden diese Zeit nie vergessen und erinnern uns sehr gerne zurück.


School Exchange Israel / Germany, Laucha 2014 from Dirk Hoffmann on Vimeo.

Zum Artikel in der MZ hier.

Zur Bildergalerie auf der Homepage von Eshel HaNasi hier.

 

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