Armenien Tag 4

Der heutige Tag begann mit der Fahrt, diesmal in Begleitung einer 8. Klasse der armenischen Schule, zum Tempel von Garni, welcher einen Tempelkomplex (Tempel, Kirche, Friedhof, Bad) zu bieten hat. Felix gab uns, wie immer, sehr interessante Informationen über die historische Stätte, wie beispielsweise, dass es nicht genau geklärt ist, wieso der Tempel überhaupt erbaut wurde, da jeweils drei Theorien etwas anderes besagen.
Danach fuhren wir weiter, jedoch machten wir unterwegs einen Zwischenstopp, um mit den anderen Schülern ein Picknick mit typisch traditionellem essen zu machen – Lavash. Es ist ungesäuertes Fladenbrot (bei uns auch bekannt als Tortilliafladen), welches wir mit Käse, Schinken, Salami, Gurke und Tomate sowie Kräutern aßen.
Gestärkt von unserem Zwischenstopp ging es weiter nach Geghard, um das Bergkloster zu besichtigen, welches zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Bevor wir in das Kloster selbst gingen, wurden wir von den Armeniern dazu überredet, in eine Höhle zu klettern, welche etwas oberhalb lag. Die Lehrerinnen meinten zwar es wäre gefährlich, was nicht der Realität entsprach, jedoch war der dort gegebene Anblick sehr eindrucksvoll.
Wieder unten angekommen, gingen wir in die gegenwärtige Kirche und benetzten dort unsere Gesichter mit dem “heiligen” Wasser aus der dort entspringenden Quelle. Das Wasser soll Glück bringen – das wollte natürlch niemand verpassen!
Das weitere Gebiet entdeckend, fanden wir uns in einem Raum wieder, welcher eine unglaubliche Akustik bat. Florias Austauschschülerin, Mascha, welche aktiv in einem Chor singt, nutzte die Gelegenheit und sang ein traditionelles armenisches Gute-Nacht-Lied. Wir waren so unglaublich beeindruckt, dass Gänsehaut und ein paar Tränen nicht zurückgehalten werden konnten.
Noch vollkommen überwältigt vom Klang dee Stimme, machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Schule. Doch vorher bereicherten wir uns mit weiteren traditionellen Köstlichkeiten, nämlich süßem Lavash! Man kann es sich ungefähr wie Fruchtleder vorstellen und es gibt viele verschiedene Sorten wie Aprikose, Pflaume, Himbeere, oder auch Granatapfel.
Halb fünf nachmittags wieder in der Schule angekommen, präsentierten alle Klassen, passend zum Unabhängigkeitstag, Plakate und Lieder zum Thema Armenien. Dabei trafen wir auch zum ersten Mal auf die Direktorin der Schule an, welche mit ihren 82 Jahren einen sehr sympathischen und gesunden Eindruck machte.
Danach ging jeder individuell in seine Gastfamilie.
Floria und ich hatten mit unseren Gastschülerinnen noch einen lustigen Abend, da wir in einen kleinen Freizeitpark mitten in Jerewan gingen. Die dortigen Karussells und Achterbahnen machten einen eher unsicheren und alten Eindruck, das hielt uns aber nicht davon ab, Spaß zu haben!Fortsetzung folgt…

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